Nach einer deutlichen Preiserhöhung im Herbst 2025 verlor der Game Pass innerhalb weniger Monate offenbar Millionen Abonnenten. Das bestätigte Xbox-Strategiechef Matthew Ball laut mehreren Berichten bei The Game Business Live. Besonders die Erhöhung des Ultimate-Abos von rund 20 auf rund 30 US-Dollar pro Monat soll bei vielen Spielern schlecht angekommen sein.
Für Microsoft ist das ein heikles Signal. Denn der Game Pass ist seit Jahren ein zentraler Baustein der Xbox-Strategie. Statt nur einzelne Spiele oder Konsolen zu verkaufen, wollte Microsoft möglichst viele Spieler langfristig an ein Abo-Modell binden. Wenn ausgerechnet dieses Modell nach einer Preiserhöhung spürbar Nutzer verliert, wirft das natürlich Fragen auf.
Ganz überraschend kommt die Entwicklung allerdings nicht. In den vergangenen Monaten hatte Microsoft bereits erste Kurskorrekturen vorgenommen. Berichten zufolge wurden Preise wieder angepasst, gleichzeitig soll Xbox künftig stärker auf ausgewählte Exklusivtitel setzen. Spiele wie Gears of War: E-Day und Clockwork Revolution werden dabei als Beispiele genannt, mit denen Microsoft den Wert der eigenen Plattform wieder deutlicher herausstellen möchte.
Für Spieler dürfte die entscheidende Frage nun lauten: Wird der Game Pass wieder attraktiver – oder verändert Microsoft das Angebot weiter? Klar ist: Der Dienst bleibt wichtig. Aber die Zeit, in der Xbox fast alles über den Game Pass lösen wollte, könnte vorbei sein.
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